Schipperke Zucht "Of brave Goblin"
Die Geschichte des Schipperke

Rassebeschreibung

Wenn Sie mit Ihrem Schipperke unterwegs sind, ist die am häufigsten gestellte Frage, was das denn für ein Hund sei. Man verwechselt ihn gerne mit Pomeranians oder man meint, es sei einfach ein Mischling. Mir selbst ist es schon auf einer Ausstellung passiert, dass man glaubte, mein Schipperke sei "ein Spitz mit Haarbruch".

Der Schipperke ist allerdings, man glaubt es kaum, die kleinste Variante aller bisher bekannten Schäferhunde. Der Name leitet sich aus dem niederdeutschen Wort "Schäperke" ab, das bedeutet soviel wie "kleiner Schäferhund". Der belgische Kynologe Huge gibt als Vorfahren den Leuvenaar an. Dieser wurde in Belgien als Fuhrwerksbegleithund gehalten und gezüchtet. Sein Erscheinungsbild glich dem des Schipperkes bis aufs Haar, er war jedoch größer. Er galt als eine sehr alte belgische Hunderasse und wurde von allen Kynologen zweifelsfrei den Schäferhunden zugeordnet. Erst als man den Standard auf ein Gewicht von ca 9 kg festlegte, verschwand die Variante des grösseren Schipperkes von der Bildfläche.

Es wird berichtet, dass der Mönch Wenzelas in seiner Chronik aus dem 15. Jahrhundert von einem kleinen, schwarzen, schwanzlosen Hund erzählte, der zu dieser Zeit in jedem Haus in Brügge gehalten wurde. Dies konnte jedoch nie genau nachgewiesen werden.

1690 begann dann nachweislich die Geschichte der Schipperke-Zucht. Durch seine Klugheit und Lebhaftigkeit wurde dieser zum populärsten Haushund in Belgien. Er war sowohl Wachhund auf den Höfen als auch Hütehund für die Schäfer. Auch als Ungeziefervernichter in den Pferdeställen der Treidelpferde wurde er gehalten. Durch die unkomplizierte Haltung war er bei den Binnenschiffern äusserst beliebt. Sie konnten allerdings auch keine andere Rasse halten, da der Zugang zu den Jagdhunden dem Adel vorbehalten war. Der Schipperke stammt aus dem Leben des praktischen, einfachen Volkes. Er ist so entstanden, wie der Pommersche Spitz; weil es einfach keine anderen Hunde gab.

1690 organisierten die Schuhmacher von St. Géry, einem Viertel von Brüssel, eine Schipperke Ausstellung. Es wurde Mode unter den Schuhmachern, ihren Hunden kunstvolle Halsbänder anzufertigen, die sich der Form der Halskrause anpassten um diese nicht zu zerdrücken. Den Schuhmachern war es zu verdanken, dass der Schipperke im frühen 19. Jahrhundert zum Nationalhund der Belgier wurde. Es wurde behauptet, ein Schuhmacher ginge wohl ohne sein Frau aus, aber niemals ohne seinen Hund!

Am 21. Juli 1880 organisierten einige Jagdhundliebhaber die zweite belgische Hundeausstellung für alle Rassen. Obwohl dem kleinen belgischen Nationalhund ein Ehrenpreis eingerichtet wurde, erschien zu diesem Ereignis kein einziger von ihnen. Die Vertreter der Zucht konnten sich einfach nicht vorstellen, dass der Hauptbegleiter der Arbeiter und Handwerker zu einem "Showhund" emporsteigen könnte. Die Rassebeschreibung lautete damals: kurzhaariger Terrier, schwarz mit Stehohren, flämischeZucht.

Der erste Schipperke erschien auf einer Ausstellung 1882 in Spa. Als die Königin Marie Henriette von Belgien 1885 auf der Brüsseler Ausstellung den Rüden Black erwarb, wurde der kleine schwarze Teufel gesellschaftsfähig. Die Gräfin von Flandern erwarb 1888 den Rüden Pitch. Damit war der Weg dieser Rasse geebnet.

Zwischen1880 und 1888 wurden einige Hunde nach England exportiert, womit nun die Geschichte dieser Rasse auch dort ihren Lauf nahm. Allerdings war zu diesem Zeitpunkt noch immer kein genauer Rassestandard festgesetzt. Es gab verschiedene Typenbildungen: der Hund aus der Gegend um Löwen sah dem Terrier noch sehr ähnlich, daher stammte wohl auch die irrtümlich entstandene, schon erwähnte, Rassebeschreibung. Der Brüsseler Typ hatte sehr runde Augen, die grösser erschienen und der Kopf war kurz. Der 1888 gegründete Schipperke-Club von Belgien legte anhand des Antwerpener Typs den Rassestandard wie folgt fest: reiches Haarkleid, ein Jabot, welches vom Hals auf die Brust bis zwischen die Vorderbeine reichte; die kleinen Augen waren oval und er besass eine volle Halskrause. Der Ausdruck, hervorgerufen durch die Backenlinie, inspierirte den Vorstand letztendlich zu dem im Standard festgelegten Typ des Schipperkes. Die verschiedenen Meinungen, das harte Ringen um eine Einigung, liessen die Vorstandsmitglieder einen vorsichtig angelegten Standard verfassen, der dem Züchter viel freien Raum verschaffte. Nur zwei Dinge waren mit Sicherheit verboten: helle Augen- und Fehlfarben! Allerdings kommen mittlerweile auch bräunliche Färbungen vor. Schwarz wird jedoch in Europa bevorzugt. In Südafrika sind etwa 50% der Schipperke braun und sogar weiße Schipperkes sind zugelassen (siehe unter "Bilder"). Die USA dulden ausschliesslich schwarz. Der Rasseausdruck jedoch ist festgehalten; ein Schipperke ohne listigen "Fuchs-Ausdruck" ist kein richtiger Schipperke.

Das besondere an diesem Hund ist, dass er verschieden lange Haare am Körper trägt. Kurz am Kopf und an den Beinen, lang am Hals und an der Brust. Es sollte Unterwolle vorhanden sein, die zum Hals hin den Kragen formend unterstützt. Erst durch den am 19.06.1888 an alle Clubmitglieder verschickten offiziellen Rassestandard erhielt die Zucht eine feste Linie, die heute jedoch wieder sehr unterschiedlich gehandhabt wird. Es gibt noch einige Tiere, die ohne Rute auf die Welt kommen, dies liegt an dem Gen der Schwanzlosigkeit. Jedoch die meisten Hunde dieser Rasse werden mit Rute geboren. Dieser sollte ein Ringelschwanz sein und liegt fest auf dem Rücken wie beim Spitz.

1904 wurde das erste CAC in Belgien vergeben. Im gleichen Jahr gewannen fünf Schipperkes die Anwartschaft auf den nationalen Champion-Titel und ein Jahr später -1905- wurde der erste Schipperke Champion, es war der Rüde Exter Ida.

Bis dahin hatte der Standard zwei Grössen der Rasse zugelassen. Nun begann man auch kleinere Hunde zu züchten. Die verschiedenen Grössen wurden bis in die fünfziger Jahre in verschiedenen Klassen gerichtet.

Die Brüsseler riefen ihre Hunde zärtlich "Spitzke" vergleichbar mit unserem Kosewort "Waldi" und die Binnenschiffer "Schipperke" gleichbedeutend mit "kleiner Bootsmann". Durch die Zusammenfassung beider Kosenamen und der Tatsache, dass der Schipperke bei uns durch die Binnenschiffer bekannt wurde, hält sich hier bis heute noch die Bezeichnung "Schifferspitz". Jedoch hat der Schipperke in keinster Weise vom Wesen her Ähnlichkeit mit einem Spitz. Da der Schipperke alles behüten, beschützen und sammeln muss, was seinem Herrn gehört, sind dies ideale Eigenschaften eines Hütehundes.

Während des 2. Weltkrieges gaben viele Züchter die Zucht auf und als nach dem Krieg der Pudel zum Modehund wurde, verschwand der Schipperke fast völlig von der Bildfläche. Dabei ist es eine Rasse für unsere Zeit. Sowohl für die kleinen Wohnungen als auch für die einbruchgefärdeten Häuser!

(Quelle: Rassebeschreibung Schipperke (gekürzte Fassung); Verfasserin im Original Frau Ingeborg von Wedel)

Verhalten

Großer Charakter

Wie schon erwähnt, ist der Schipperke ein kleiner Hund mit großem Charakter. Er hat einen ausgeprägten Beschützerinstinkt sowohl seinem Herrchen gegenüber als auch dessen Eigentum. Wobei gesagt werden muss, dass der Schipperke kein Kläffer ist.

Bei den Welpen sei zu erwähnen, dass sie nicht wie andere jaunern, wenn sie ihr Geschäft erledigen müssen. Sie fangen an zu schnüffeln/schniefen und laufen unruhig im Kreis herum. Man muss seinen kleinen Hund also oft beobachten um zu vermeiden, dass etwas auf dem Teppich landet.

Bei vielen Rassen ist ein "sich auf den Rücken legen" ein Anzeichen für Unterwürfigkeit; nicht so bei den Schipperkes. Meist ist es so, dass er dadurch Aufmerksamkeit erlangen will. Zum Beispiel, wenn Sie am Computer arbeiten. Wenn Sie dann hinunter zu Ihrem Schipperke schauen, sehen Sie, wie er Sie beobachtet. Er fixiert Sie in der Hoffnung, dass Sie Ihre Arbeit unterbrechen um sich mit ihm zu beschäftigen. Diese Liegeposition wird allerdings auch gerne für ein Nickerchen gewählt. Durch seine immense Beweglichkeit hat es dann den Anschein, als sei der Hund durch und durch verdreht.

Was besonders schön bei den Schipperkes ist, ist dass diese Hunde keinen Eigengeruch besitzen. Wenn Sie mit Ihrem Hund an einem regnerischen Tag von einem Spaziergang nach Hause kommen, werden Sie feststellen, dass er nicht wie von anderen Hunden gewohnt, unangenehm riecht. Dies ist eine sehr lobenswerte Eigenschaft, da es sehr unangenehm ist, einen "müffelnden" Hund im Hause zu haben.

Wenn ein "Feind" in sein Reich eindringt, springt er um ihn herum und gibt ihm durch seine Schnelligkeit keine Chance ihn zu ergreifen. Solange man seine Warnung erkennt und sich ruhig verhält passiert nichts. Besucher sollten sich in einer von einem Schipperke bewohnten Wohnung am Anfang nicht allzu hektisch verhalten, wie gesagt er ist sehr wachsam.

Eindringlinge werden ihn allerdings als schwarzen Teufel kennenlernen!!!

FCI - Standard Nr. 83 / 18. Juni 2003 / D

Ursprung: Belgien

DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL- STANDARDES: 25. 03. 2003.

VERWENDUN : Kleiner Wachhund, und Gesellschaftshund.

KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 1 Hütehunde und Treibhunde

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBIL :
Der Schipperke ist ein Schäferhund in Kleinformat, aber sehr kräftig gebaut. Sein Kopf ist keilförmig mit gut entwickeltem Schädel. Sein Fang ist relativ kurz. Von harmonischem Körper, kurz, ziemlich breit und gedrungen. Die Gliedmassen haben einen feinen Knochenbau. Sein charakteristisches Haarkleid ist sehr dicht, gerade, Kragen bildend, Mähne, Schürze und Hose, was ihn sein wirkliches eigenartiges Aussehen gibt. Seine sexuellen Merkmale sind betont. Seine Erscheinung ohne Fehler, dazu seine charakteristischen Merkmale und sein Schäferhundwesen, alles zusammen im kleinen Format erklärt seine große Beliebtheit weit über die belgische Grenze.

WICHTIGE PROPORTIONEN::
Die Schulterhöhe ist gleich mit der Körperlänge, er ist quadratisch. Die Brust reicht bis zum Ellenbogen. Der Fang ist deutlich kürzer als die halbe Kopflänge.

VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN) :
Ein vorzüglicher kleiner Wachhund, hervorragender „Melder“, mit überschwänglicher Vitalität, gegenüber Fremden zurückhaltend. Unruhig, agil, unermüdlich, ständig beschäftigt mit dem was um ihn herum passiert, er verteidigt heftig alle Gegenstände die ihn zum Bewachen anvertraut wurden, sehr sanft mit Kindern, immer neugierig auf alles was sich bewegt oder was hinter einer Tür ist. Mit seiner hellen Stimme, seiner aufgerichteten Mähne und Rückenhaaren, zeigt er seine Eindrücke. Er ist ein Sucher, der Jagt auf Ratten, Maulwürfe und andere Ungeziefer macht.

KOPF :
Wolfartig, keilförmig, aber nicht zu lang, genügend breit, harmonisch zum Körper passend. Augenbrauenbögen und Jochbein leicht gewölbt. Der Übergang vom Oberkopf zur Gesichtsregion ist sichtbar, darf aber nicht sehr betont sein.

OBERKOPF :
Breite Stirn, verjüngt sich zu den Augen, von der Seite gesehen leicht gewölbt. Die obere Schädel und Fanglinie sind parallel.
Stop : Betont, aber nicht übertrieben

GESICHTSSCHÄDEL :
Nasenschwamm : Klein, immer schwarz.
Fang : Verjüngt sich in Richtung gut gemeißelter Nase, nicht zu lang, die Spitze ist nicht stumpf. Länge ungefähr 40% der gesamten Kopflänge. Fang geradlinig.
Lefzen : Schwarz, gut eng.
Kiefer / Zähne : Gesund gut sitzend, Scherengebiss, Zangengebiss wird geduldet. Komplettes Gebiss. Ein oder Zwei Prämolar 1 (1 PM 1 oder 2 PM 1) oder 1 Prämolar 2 (1 PM 2) fehlen ist geduldet, die Molar 3 (M 3) sind nicht zu beachten.
Backen : Trocken, sanft schmelzend in den seitlichen Bereich des Fang.
Augen : Von dunkelbrauner Farbe, klein, mandelförmig, nicht eingedrückt, nicht hervortretend. Schelmischer Blick, lebhaft und durchdringend. Augenlider schwarz umrandet.
Ohren : Sehr gerade, sehr klein, spitz, dreieckig (wenn möglich beidseitig), hoch angesetzt, nicht zu eng aneinander, fest, sehr beweglich.

HALS :
Kräftig, sehr muskulös und scheint sehr voluminös durch das dicke Fell des Kragens, von mittlerer Länge, gut abgesetzt, bei Aufmerksamkeit aufgerichtet, die obere Linie ist leicht gebogen.

KÖRPER :
Kurz und breit, dadurch gedrungen, aber nicht übertrieben voluminös oder schwer, ideal ist er quadratisch, das heißt, die Länge von dem Sitzbeinhöcker bis zur Brustbeinspitze gleicht ungefähr der Widerristhöhe.
Obere Profillinie : Die obere Linie vom Rücken bis zur Lende ist gerade und straff, oft von der Kruppe bis zum Widerrist leicht schräg ansteigend.
Widerrist : Sehr betont, scheint noch höher durch die Mähne.
Rücken : Kurz, gerade und stark.
Lenden : Kurz, breit und gedrungen.
Kruppe : Kurz, breit und horizontal, die Verbindung zwischen der oberen Kruppe und dem Hinterteil, der Oberschenkel ist harmonisch abgerundet, man nennt es „Meerschweinhinterteil“.
Brust : Gut herab bis zum Ellenbogen, breit von vorne bis hinter den Schultern, gut gebogene Rippen, von der Seite gesehen tritt die Brust gut hervor.
Untere Profillinie und Bauch : Die untere Linie der Brust reicht gut herab bis zu den Ellenbogen, fügt sich harmonisch und leicht steigend in Richtung Bauch, nicht eingezogen, nicht windhundartig.

RUTE :
Fehlt, wenn sie nicht kupiert ist, ist sie lang, kräftig an der Basis, verjüngt sich zur Spitze, reicht mindestens zum Sprunggelenk. In Ruhestellung bevorzugt herabhängend, die Spitze ist leicht nach hinten gebogen auf die Höhe des Sprunggelenks. Kann erhöht sein in der Bewegung, in der Verlängerung der oberen Linie, ohne sie zu überschreiten. Die Kruppe verschmilzt in harmonischer Rundung vom Rutenansatz bis zum Schenkel, gibt den Eindruck vom Meerschweinhinterteil. Die eingerollte Rute ist geduldet aber nicht erwünscht.

VORDERHAND :
Allgemeines : Die vorderen Gliedmassen sind gerade von allen Seiten gesehen, perfekt parallel von vorne gesehen, die Länge vom Boden bis zum Ellenbogen ist fast gleich die Hälfte der Widerristhöhe.
Schultern : Lang und sehr schräg, Winkelung von normaler Schulter.
Oberarm : Lang ausreichend schräg.
Ellenbogen : Fest, nicht zu eng, nicht zu offen.
Unterarm : Gerade, von vorne gesehen ziemlich auseinander.
Vorderfusswurzelgelenk : Fest, gut eingefügt.
Vordermittelfuss : Ziemlich kurz, von vorne gesehen in der Verlängerung des Unterarms, von der Seite gesehen minimal schräg.
Vorderpfoten : Klein, rund und eng (Katzenpfoten), gewölbte Zehe, kurze Nägel, kräftig und immer schwarz.

HINTERHAND :
Allgemeines : Gut unter dem Körper, von hinten gesehen perfekt parallel.
Oberschenkel : Lang, gut bemuskelt, durch die Hose erschein er noch breiter.
Knie : Ungefähr im Lot mit der Hüfte, Kniewinkelung normal.
Unterschenkel : Ungefähr die selbe Länge wie der Schenkel.
Sprunggelenk : Normale Winkelung.
Hintermittelfuß: Eher kurz, Afterkrallen sind nicht erwünscht.
Hinterpfoten : Wie die vorderen Füße, oder minimal länger.

GANGWERK :
Der Trab ist weich, fest, mit einem mittleren raumgreifenden Gang und einem guten Schub der Hinterhand. Der Rücken bleibt horizontal und die Gliedmassen bewegen sich parallel. Die Hinterhand bewegt sich harmonisch mit der Vorderhand, die Ellenbogen dürfen nicht flattern. Im schnelleren Gang bewegen sich die Gliedmassen nach innen.

HAUT : Sehr straff am ganzen Körper.

HAARKLEID :
Sehr viel Deckhaar, dicht, gerade, genügend hart, von fester Struktur, trocken mit Widerstand beim anfassen, mit der dichten und weichen Unterwolle ein vorzüglicher Schutz. Sehr kurz an den Ohren und kurz auf dem Kopf, am vorderen Teil der Vorderläufe, an dem Sprunggelenk und dem hinteren Mittelfuß. Am Körper mittellanges liegendes Fell. Um den Hals ist das Fell länger und etwas lockerer, es fängt an, an den äußeren Rändern der Ohren, mehr bei den Rüden aber auch bei den Hündinnen, bildet sich ein Kragen, breit und sehr typisch (um den Hals langes Fell kammbildend an beiden Seiten), „Mähne“ (langes Fell am oberen Teil des Halses bis zum Widerrist und sogar an den Schultern), „Schürze“ (langes Fell am unteren Teil des Halses an der oberen Brust erweitert sich zwischen den Vorderläufen und endet langsam unter der Brust).
Am hinteren Teil des Schenkel dicht, langes Fell. Typische Hose, nach innen zeigende Spitzen bedecken die Analregion. Die Rute ist mit gleichlangem Fell, wie am Körper bedeckt.

FARBE :
Schwarz ohne jegliche andersfarbige Haare. Die Unterwolle braucht nicht absolut schwarz, darf aber dunkelgrau sein, nur wenn sie völlig vom Deckhaar bedeckt ist.

GEWICHT :
Von 3 bis 9 Kg. Ein mittleres Gewicht von 4 bis 7 Kg ist erwünscht. Hunde unter 3 Kg und über 9 Kg können kein Vorzüglich bekommen.

FEHLER :
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

* Allgemein: Schwer, fehlende Substanz, niedrig- oder hochbeinig, langer Körper in einem Rechteck passend.
* Kopf: Zu lang oder zu kurz. Nicht parallele Schädel und Fanglinie, Augenbrauenbogen und Jochbein zu hervortretend, fuchsartig.
* Schädelregion: Zu schmal, Schädel zu rund oder gewölbt („als Apfel“).
* Fang: Zu lang, eingekniffen, dick, stumpf, gebogene Nase.
* Zähne: Schlecht in der Reihe oder schlecht sitzende Schneidezähne, das Fehlen eines Schneidezahns ( 1 1), von 3 Prämolar 1 (3 PM 1) oder von 2 Prämolar 2 (2 PM 2) sind schwerwiegende Fehler.
* Augen: Groß, rund oder hervortretend, helle Farbe („Haselnuss“ ist noch vertretbar).
* Brust: Schmal, flach, walzenförmig, nicht genügend herabhängend.
* Kruppe: Lang, schräg, überhöht, ungleichmäßig rund am hinteren Rand (Unterbrechung hintere Kruppe zum Schenkel).
* Gliedmassen: Zu wenig oder zu viel gewinkelt.
* Gangwerk: Enge Bewegung, zu kurzer Schritt, zu wenig Sprungkraft, schlechte Übertragung durch den Rücken, erhöhte Bewegung der Vorderläufe oder hüpfende Hinterläufe.
* Haar: Zu kurz (kahl), zu lang, wenig dicht, weich oder seidig, gewellt, zu anliegend oder flach am Körper, hängend, zu wenig oder gar klein Kragen, Mähne, Schürze oder Hose (noch fehlerhafter beim Rüden überwiegend fehlender Kragen). Zu wenig Unterwolle.
* Farbe: In das Deckhaar grau, bräunlich oder rötlichen Schimmer. Gelegentlich ein Paar weiße Haare z.B. an den Zähen. Ein bisschen grau z.B. am Fang, durch das Alter ist geduldet.
* Wesen: Apathisch oder furchtsam.

AUSSCHLIESSENDE FEHLER :

* Wesen: Hypernervös, aggressiv oder ängstlich.
* Allgemein: Fehlende rassetypische Merkmale.
* Zähne: Vor- oder Rückbiss, auch ohne Kontaktverlust (umgekehrte Zahnstellung), überkreuzte Schließung, fehlen eines Schneidezahn (1 C), ein oberer Reißzahn (1 PM 4) oder ein unterer (1 M 1), ein Molar (1 M1 oder 1 M 2, äußere die M 3), ein Prämolar 4 (PM 4 untere), ein Prämolar 3 (1 PM 3), dazu ein anderer Zahn, oder insgesamt vier Zähne oder mehr (äußere, die vier Prämolar 1)..
* Nasenschwamm, Lefzen, Lider: Depigmentiert.
* Ohren: Hängend oder halb gerade.
* Haar: Lang und weich oder seidig, also ein Haarkleid eindeutig vom Typ „langes Fell“, lange befranzte Ohren, hinter den Gliedmassen usw.., ohne jegliche Unterwolle.
* Farbe: Jede andere Farbe als schwarz (außer grau, bräunlich oder rötlichen Schimmer), mit sehr kleinen weißen Flecken sogar an den Zähen.
* Gewicht: Deutlich außerhalb des vorgeschriebenen Gewichts.

Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.

N.B. :
Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.